Westfälische Nachrichten – Sommerlook mit Spitze

…im Gespräch mit Andrea Abrell, dpa, zum Thema: Spitze als neuer Sommerlook

Meiner Meinung nach werten Spitzeneinsätze Kleidungsstücke total auf, im Ganzen könnte Spitze, ausser zu besonderen Anlässen dann aber doch etwas viel sein.

Was ist Spitze überhaupt?

Spitze ist im Zusammenhang mit Bekleidung und Mode ein dekoratives Element und meistens als Kante oder als Verbindung zwischen zwei Materialien eingesetzt. Das besondere Gewebe besteht aus Fäden und ist ein Garngeflecht mit Löchern, meistens in unterschiedlichster Grösse.

Kleidungsstücke in Verbindung mit Spitze haben eine gewisse Leichtigkeit, Weiblichkeit und Eleganz und je nach Ausprägung und Grösse auch eine romantische Ausstrahlung. Besetzt man Spitze zudem noch mit Perlen oder Pailletten, bekommt sie noch einen luxuriöseren Touch. Ebenso imposant ist die Verbindung des Materials mit einem Lurex-Faden. Wichtig ist die Dosis, damit das wundervolle Material keinen vulgären oder kostümartigen Touch bekommt.

In der Modegeschichte stand Spitze bei den Damen und Herren der guten Gesellschaft für Luxus und Wohlstand. Das kann man sehr schön und demonstrativ an der Bekleidung auf Gemälden sehen.

Der Einsatz heute…

… ist ein ganz anderer Ansatz, weil es natürlich auch ganz andere Materialien gibt als seiner Zeit. Ganz aktuell setzt die Mode eher auf Gegensätze, was sehr schöne Ensembles bilden kann.

Gerade Basic-Elemente aus der Herrengarderobe wie Hemden und Ringelshirts bekommen mit einem Spitzeneinsatz sofort eine sehr feminine Nuance und somit ist sofort ein neues It-Peace entwickelt. Ebenso ist bei dem klassischen Etuikleid, was auf den ersten Blick auch etwas streng wirken kann. Wählt man als Oberstoff das Garngeflecht, hat man sofort einen sehr weiblichen Look.
Für mein Empfinden sind den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt, solange man ein gutes Gefühl für die Dosis entwickelt.

 

In diesem Sommer kommen wir kaum um Spitze herum, aber lesen Sie mehr im folgenden Artikel:

 

auch erschienen in:

 Berliner Morgenpost