Süddeutsche Zeitung – RetroMuster sind neu gestylt in Mode

Ein Bericht über Retro-Muster, die neu gestylt wieder total in Mode sind (Maria Hans im Gespräch mit Andrea Abrell, dpa)

 

Retro-Muster: Mal sind sie da, mal sind sie weg. Sie sind geliebt oder in Frage gestellt, aber mit jedem Revival werden sie mehr akzeptiert.

Retro-Muster sind manchmal sehr laut und auffallend farbig. Eigentlich beschreibt das Wort „Retro“ nur schon einmal da Gewesenes. In diesem Fall der Muster heisst es, dass diese sich schon häufig auf Tapeten, aber auch auf Textilien jeglicher Art befanden. Sie haben absolut ihren eigenen Charme. Retro-Muster reichen von bunten Vogel- und Blumen-Prints aus den 20ern, Dots aus der Rockabilly-Zeit, über Orange/Braune-Kombis aus den 70ern.

Das Spannende an Retro-Mustern ist, dass sie so vielseitig einsetzbar sind. Die grossen Designer setzen fast immer auf Retro-Design in Einzelteilen, aber auch in ganzen Kombinationen ihrer Kollektion. Diese Stücke sehen meist aus wie Unikate und können toll mit Basics kombiniert werden. Allerdings ist auch Vorsicht geboten, denn die Qualität des Prints und des Materials sind entscheidend, damit das Kleidungsstück die Wirkung nicht verfehlt, folglich nicht günstig oder verstaubt wirkt.

Retro-Muster werden weltweit aus sämtlichen Kulturen und Traditionen aufgegriffen.

Retro ist nicht mit Vintage zu verwechseln, denn das geschieht häufig.

Vintage ist ein Kleidungsstück wirklich, wenn es älter ist, d.h. mindestens vor 1990 produziert. Man kann das etwa mit Autos vergleichen, die ein H im Kennzeichen haben, um so erkennbar gemacht werden oder auch mit Antiquitäten die allerdings 100 Jahre alt sein müssen.

Retro ist nur im Design schon einmal da Gewesenes, was neu aufgelegt wird in Form, Farbe und/oder Design. Meistens natürlich von etwas, was einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.               … zum Artikel …